Programm Workshop "Kulturorganisationen (weiter-)entwickeln", 20. - 21. September 2012 / Hannover
1. Kulturorganisationen
(weiter-)entwickeln
21. September 2012 IJK-WORKSHOP im Senatssaal der Hochschule, Hindenburgstraße 2-4, Hannover
9.00 Uhr Begrüßung durch die Veranstalter
9.15 Uhr - 12.00 Uhr Panel 1: Kulturorganisationen und Entwicklung
Referate mit Diskussion (à 20 + 10 min)
Wie sind Kulturorganisation (privat, öffentlich, usf.) und ihre Entwicklung zu
konzeptualisieren? Was ist der Forschungsstand? Welche Projekte und Her-
ausforderungen gibt es? Was sind zentrale, alte sowie neue Konzepte und
Theorien?
Prof. Dr. Tasos Zembylas / Moderation
Professor für Kulturbetriebslehre am Institut für Musikso-
ziologie der Universität für Musik und darstellende Kunst
Wien
Forschungsschwerpunkte Kulturbetriebslehre, Epistemologie der Praxis sowie öffentliche Kulturförde-
rung
Forschungsprojekte • (2011): Evaluierung der Kulturförderung der Stadt Graz. Projekt im Auftrag des Kulturstadt-
rats von Graz.
• (2008): Gut sein, besser werden. Kulturförderung als normative und administrative Her-
ausforderung. Projekt im Auftrag des österreichischen Kulturrats.
• (2006-2008): Literarisches Schreiben als diskreter Prozess. Gefördert vom österreichi-
schen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung.
Publikationen • (2012): Epistemologie der künstlerischen Praxis. In: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine
Kunstwissenschaft. Heft. 56/2 (S. 203-215), Hamburg: Meiner Verlag.
• (2011): Rechtspolitischer Sinn oder Unsinn von Kulturförderungsgesetzen. In: Beckmei-
er-Feuerhahn, S. et.al. (Hg.): Kulturmanagement und Kulturpolitik. Jahrbuch für Kulturma-
nagement 2011 (S. 129-147), Bielefeld: Transcript.
• (2009): Wissen, Können und literarisches Schreiben (gem. mit Claudia Dürr). Wien: Passa-
gen Verlag.
• (2009): Kunst in der Öffentlichkeit. Versuch über die Grenzen des Erlaubten. In: Hieber, L.
und Moebius, S. (Hg.): Avantgarden und Politik. Künstlerischer Aktivismus von Dada bis zur
Postmoderne (S.231-244), Bielefeld, trancript Verlag.
9.15 Uhr Referat Kulturpolitik in der globalen Stadt – Anregungen zur Diskussion
Die Stadt ist nicht nur traditionell der Ort der Kultur (im engen Sinne), son-
dern wird seit den Anfängen der Stadtsoziologie mit Georg Simmel auch als
Labor zukünftiger gesellschaftlicher Entwicklungen angesehen, die sich hier
immer besonders früh und deutlich abzeichnen. Aufgrund der relativ großen
Dichte und der hohen Anzahl potentieller Nutzer, gepaart mit einer größeren
Toleranz gegenüber dem Fremden („Urbanität“), ist die Stadt der Ort vielfäl-
tiger Szenen (Fischer) und unterschiedlichster Kulturorganisationen.
Städte unterliegen allerdings diversen aktuellen Trends. Zu den wichtigsten
zählen erstens Globalisierung, zweitens ein daraus resultierender zuneh-
mender Wettbewerb bei, drittens, gleichzeitig schwindenden Ressourcen.
Gleichzeitig verändert sich das Verständnis von Kultur in der Wissensgese-
sellschaft.
1
2. Unter diesen Bedingungen wandelt sich klassische Kulturpolitik einerseits
hin zu einer Standortpolitik, andererseits entstehen neue Formen der wei-
cheren Governance, die versucht, diverse Integrationsprobleme zu lösen.
Dies hat weitreichende Konsequenzen auch für Kulturorganisationen.
Der Vortrag will zunächst international vergleichend einige Daten und Fak-
ten zu Kultur und Kulturorganisationen in Städten präsentieren, um dann
auf dieser Grundlage zentrale Spannungsfelder aktueller Kulturpolitik und
für Kulturorganisationen zu eruieren.
Dr. Michael Hölscher
Wissenschaftlicher Assistent am Institut für
Soziologie, Universität Heidelberg, und
Senior Research Fellow, University of Oxford
Forschungsschwerpunkte Wirtschafts- und Kultursoziologie, insbesondere im Hinblick auf Europäi-
sche Integration und Globalisierung, Stadtsoziologie, Bildungssoziologie,
Methoden des internationalen Vergleichs
Forschungsprojekte • Varieties of Capitalism and Higher Education Systems.
• Heidelberg als kreative Stadt? Die Rolle von Kultur und Wissenschaft.
• Europe as a Social Space
Publikationen • Cities, Cultural Policy and Governance. Band 5 der Reihe “Cultures & Globalization”. London:
SAGE. 2012 (Herausgeber zusammen mit H.K. Anheier und Y.R. Isar).
• Spielarten des Kapitalismus und Kompetenzen von Hochschulabsolventinnen und -ab-
solventen. Eine komparative empirische Analyse. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozial-
psychologie (KZfSS) 2012, 64, 3: 479-505.
• Lebensstile und Wohnstandortwahl. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsycholo-
gie (KZfSS) 2012, 64, 2: 303-327. (mit Jörg Rössel)
• Transnationale Wirtschaftskulturen in Europa. Empirische Befunde. S. 182-201 in: Geschich-
te und Gesellschaft (2012). Sonderheft 24: Kulturen der Weltwirtschaft, hrsg. von W. Abelshauser, D.
Gilgen und A. Leutzsch. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
• Measuring Civil Society Globally with the CSI. S. 15-34 in: Regina List und Wolfgang Dörner
(Hg.)(2012): Conflict, Violence, and Civil Society. London: Bloomsbury Academics. (mit Tho-
mas Laux).
9.45 Uhr Referat Was hat die Ausgliederung österreichischer Kulturbetriebe gebracht? Er-
gebnisse einer umfassenden Evaluation
Der Vortrag dreht sich um die Frage, welche Vor- und Nachteile die Ausglie-
derung bedeutender österreichischer Kulturbetriebe wie die Bundestheater
(Wiener Staatsoper, Burgtheater, Volksoper), die Bundesmuseen und das
Schloss Schönbrunn aus budgetärer und betriebswirtschaftlicher Sicht
gebracht haben. Dabei wird gezeigt, dass die Ausgliederung von Schloss
Schönbrunn insgesamt positiv zu bewerten ist, wohingegen die Bundesthe-
ater-Ausgliederungen keine erkennbaren Vorteile gebracht hat und dass bei
der Ausgliederung der Bundesmuseen die negativen Aspekte überwiegen.
Prof. Dr. Peter Tschmuck
Professor am Institut für Kulturmanagement und
Kulturwissenschaft der Universität für Musik und
darstellende Kunst Wien
Forschungsschwerpunkte Kulturwirtschaft und -industrie, Kulturwissenschaft und -betriebslehre,
Kunst- und Kulturökonomie
Forschungsprojekte • focus Musik. Neue Töne der Musikwirtschaft. White Paper zum Fokus-Call Musik von
departure - der Kreativwirtschaftsagentur der Stadt Wien 2011.
2
3. • Qualitätsmanagement für Kulturbetriebe. Studie zur Erhebung der spezifischen Problem-
bereiche österreichischer Kulturbetriebe im Auftrag der Quality Austria 2004.
Publikationen • Tschmuck, Peter, Creativity and Innovation in the Music Industry, 2. Auflage. Heidelberg etc:
Springer, 2012.
• Tschmuck, Peter, Die ausgegliederte Muse. Budgetausgliederungen von Kulturinstitutio-
nen in Österreich seit 1992. Innsbruck: StudienVerlag, 2009.
• Tschmuck, Peter, Gerhard Gensch und Eva Stöckler (Hg.), Musikrezeption, Musikdistribu-
tion, Musikproduktion. Die neue Wertschöpfungskette in der Musikwirtschaft. Wiesbaden:
Deutscher Universitätsverlag, 2008.
• Tschmuck, Peter, Austrian Cultural Policy, Vol. 35, Nr. 4 (Winter 2006). Special issue of The
Journal of Arts Management, Law and Society, S. 259-332. (gemeinsam mit Kevin Mulcahy)
• Tschmuck, Peter, Culture Institutions Studies: Investigating the Transformation of Cultural
Goods, in: The Journal of Arts Management, Law and Society, Vol. 35, Nr. 2, S. 147-158 (Sum-
mer 2005) (gemeinsam mit Werner Hasitschka und Tasos Zembylas).
10.15 Uhr Referat Entwicklung durch Introspektion? Die lernende Kulturorganisation
Prof. Dr. Martin Tröndle
Professor für Kulturbetriebslehre und
Kunstforschung an der Zeppelin Universität
Friedrichshafen
Forschungsschwerpunkte Kulturmanagement und Kulturpolitik, Museums- und Konzertforschung,
Wirtschaftsästhetik und Kunstforschung
Publikationen • Tröndle, Martin / Warmers, Julia (Hg.)(2012: Kunstforschung als ästhetische Wissenschaft.
Zur transdiziplinären Hybridisierung von Wissenschaft und Kunst, Bielefeld: Transcript, S.
365.
• Schneidewind, Petra / Tröndle, Martin (Hg.)(2012): Selbstmanagement im Musikbetrieb:
Handbuch für Kulturschaffende. 2. vollständig überarb. Aufl., Bielefeld: Transcript, S. 375.
• Bekmeier-Feuerhahn et al. (Hg.) (2011): Kulturmanagement und Kulturpolitik. Jahrbuch
Kulturmanagement 2011, Bielefeld: Transcript, S. 400.
• Tröndle, Martin (Hg.) (2011): Das Konzert: Neue Aufführungskonzepte für eine klassische
Form. 2. erw. Aufl., Bielefeld: Transcript, S. 398.
• Tröndle, Martin (2006): Entscheiden im Kulturbetrieb: Integriertes Kunst- und Kulturma-
nagement. Bern: h.e.p., S. 295.
• weitere Publikationen und Forschungsprojekte unter www.kunstpartner.com
10.45 - 11.00 Uhr - Kaffeepause
11.00 Uhr Referat Governancestrukturen und Fehlsteuerung – Was Kulturorganisationen von
Wirtschaftsorganisationen nicht lernen sollten
Der Vortrag betrachtet den Wandel der bildungs- und forschungspolitischen
Steuerungsbemühungen der Hochschulen aus einer Governance-Perspek-
tive. Dabei wird zuerst aufgezeigt, welches die Zugriffspunkte der Gestal-
tungsakteure auf die Leistungsproduktion sind. Der Wandel zu vermehrter
Outputsteuerung und zu stärkerem Wettbewerb wird im Hinblick auf unter-
wünschte Nebeneffekte kritisch beleuchtet. Abschließend wird der Frage
nachgegangen, welche alternativen Praktiken denkbar sind, um Hochschu-
len ohne Rückgriff auf das traditionelle Regime weiterzuentwickeln.
Dr. oec. publ. Nicoline Scheidegger
Dozentin für Organisation, Organizational Behavior, Netzwerkana-
3 lyse an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
4. Forschungsschwerpunkte Netzwerkanalyse (SNA), Organisation, Governancestrukturen, Arbeitgeberat-
traktivität
Forschungsprojekte • (2012-2014) – Analyse von Governance-Regimes in Wirtschaftsorganisationen.
KTI-Forschungsprojekt.
• (2011-2012) – Organisationale Netzwerke entwickeln mittels SNA: eine Eignungsstudie.
Projekt für den WWF Schweiz.
• (2008-2010) - Regionale Attraktivität für Fach- und Führungskräfte in der Region Alpenr-
hein. KTI-Forschungsprojekt.
Publikationen • (2012). Network Structure or Tie Content? The Impact of Managerial Networks on Career
Outcomes and Influence. Proceedings of the 45th Annual Hawaii International Conference on
System Sciences 790-799.
• (2012). Der Netzwerkbegriff zwischen einem Konzept für Handlungskoordination und
einer Methode zur Untersuchung relationaler Phänomene. In: Kulin, S. et al. (Hg.). : Soziale
Netzwerkanalyse und ihr Beitrag zur sozialwissenschaftlichen Forschung. (41-51). Münster:
Waxmann.
• (2011, mit Müller, A et al.). Brain Drain oder Brain Retention? Empirische Erhebung der
Bedeutung regionaler und betrieblicher Merkmale für die Arbeitgeberwahl bei Fach- und
Führungskräften. In: Egli, H. (Hg.). Raumwirksame Politiken: Synergien und Konflikte. (77-92).
Luzern: Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR.
• (2010). Strukturelle Löcher. In: Stegbauer, C.; Häussling, R. (Hg.). Handbuch Netzwerkfor-
schung. (145-155). Wiesbaden: VS Verlag.
11.30 Uhr Referat Kulturorganisation mit Medien öffnen und vernetzt entwickeln
Der Vortrag rekonstruiert Organisation als deren ständige Neu-Konstituti-
on im Zuge der Entwicklung von Medien als den im Hinblick auf die Praxis
sowie die Form des Organisierens maßgeblichen Produktionsmitteln. Der
Fokus liegt auf den Konflikten und Chancen, die mit den Praktiken des Öff-
nens von Beziehungen und Vernetzung verbunden sind. Bezug genommen
wird dabei insbesondere auf Herausforderungen, die sich aktuell im Zuge
der Transformation unserer Push-Kultur in eine Pull- oder On-Demand-Kultur
im Kontext insbesondere sozialer Medieninnovationen ergeben.
Prof. Dr. Carsten Winter
Professor für Medien- und Musik-
management am Institut für Journalistik
und Kommunikationsforschung (IJK) der
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Forschungsschwerpunkte Strategien von Medien- Kultur- und Musikmanagement, Medien-, Kultur- und
Kreativwirtschaft, Medieninnovation und -entwicklung sowie der korrespon-
dierende Wandel von Praktiken, Beziehungen und Werten in Gesellschaft.
Forschungsprojekte • (2008-2010): Medienentwicklung und der Wandel der Werte und Beziehungen der Stake-
holder von TIME-Unternehmen im globalen Vergleich (Afrika, China, Deutschland, Indonesi-
en, Korea/Japan, Russland, USA, Iran, Osteuropa). Projekt für die Deutsche Telekom.
• (2008-2010): Wertschöpfungsperspektiven und -potenziale der Akteure der Berliner Musik-
wirtschaft. Forschungsprojekte für die BerlinMusicCommission (BMC)
• (2011): Konzeption eines Studiendesigns zur intelligenten, inkludierenden und nachhal-
tigen Entfaltung der Potenziale der Medien-, Kultur- und Kreativwirtschaft in Niedersachsen.
Forschungsprojekt für die nordmedia GmbH
Publikationen • (2011): Die Berliner Musikwirtschaft in der Momentaufnahme. Vernetzte Entwicklungen,
neue Chancen und gesamtwirtschaftliche Bedeutung. In: Peter Tschmuck (Hrsg.): Focus Mu-
sik. Neue Töne der Musikwirtschaft. White Paper (S. 74-77). Wien: Departure.
• (2011): Von der Push- zur Pull-Kultur(-Innovation). In: Christian Holst, Karin Janner & Axel
Kopp (Hrsg.): Social Media im Kulturmanagement: Wie Online-Geschäftsmodelle und das
mobile Web das Kulturmanagement revolutionieren (S. 149-190). Frechen: mitp.
4 • (2010): Cultural Studies als Perspektive für Kulturmanagement. In: Sigrid Bekmeier-Feuer-
5. hahn et al. (Hrsg.): Theorien für den Kultursektor. Jahrbuch für Kulturmanagement 2010 (S.
155-169). Bielefeld: transkript.
• (2009): Die kulturelle Rationalität von Gesellschaft im Wandel als äußerer Rahmen für
kulturelles Handeln von Frauen in Klöstern der Frühen Neuzeit. In: Susanne Rode-Breymann
(Hrsg.): Musikort Kloster. Kulturelles Handeln von Frauen in der Frühen Neuzeit (S. 47-61).
Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag.
• (2006): Medienentwicklung und der Aufstieg einer neuen konvergenten Beziehungskunst.
In: Matthias Karmasin & Carsten Winter (Hrsg.): Konvergenzmanagement und Medienwirt-
schaft (S. 183-216). München: Wilhelm Fink (UTB).
12.00 - 13.30 Uhr - Mittagspause
13.30 - 15.00 Uhr Panel 2: Konzepte für Wandel und Entwicklung
Referate mit Diskussion (à 20 + 10 min)
Welche Konzepte gibt es und in Bezug auf welche Herausforderungen?
Welche Eignung haben welche Change- und Entwicklungs-Konzepte für
Kulturorganisationen und ihre Wertschöpfung?
Thomas Schäffer / Moderation
Geschäftsführer des Unternehmensverbundes
der nordmedia - Die Mediengesellschaft
Niedersachsen / Bremen mbH
Publikationen • (2012): Dramaturgie in moderierten Sitzungen. Europäischer Hochschulverlag GmbH & Co.
KG, Bremen.
• (2011): Leitbildentwicklung als Beratungsprozess in Unternehmen der Kultur- und Kreativ-
wirtschaft. Wismaer Beiträge zum Consulting Band 3; Europäischer Hochschulverlag GmbH &
Co. KG, Bremen.
13.30 Uhr Referat Kommunikationsüberlastungen infolge von Konvergenz am Beispiel von
Musikfestivals
Auf empirischer und theoretischer Basis ist die Existenz von verschiedenen
Aspekten des Phänomens der Kommunikationsüberlastung allgemein und
speziell für Kulturbetriebe indiziert und belegt. Veränderungen in der Kom-
munikationsgesellschaft wie Konvergenzen schaffen neue Kommunikations-
bedingungen auch für Musikfestivals. Die Präsentation gibt einen kurzen
Überblick über praxisnahe Phänomene und Trends.
Dr. Stefan Schindler
Finanzen & Organisation bei Haydn Festival
Eisenstadt und Internationale Joseph Haydn
Privatstiftung Eisenstadt
Forschungsschwerpunkte Musikwirtschaft, NPO-Management, kulturbetriebliche Kommunikation und
Organisation, Kulturfragen autochthoner Minderheiten
Publikationen • (2012) Kommunikationsprozesse in Kulturbetrieben. Die Kommunikationsüberlastung in
& Forschungsprojekte Kulturbetrieben. Dissertation, Wien.
• (2006) Minderheitenkulturpolitik für Burgenlandkroaten. Master Thesis, Wien. Eigenverlag.
• (2005) gemeinsam mit Reichert, H./Tschmuck, P. et al. (2005): Qualitatsmanagement fur
Kulturbetriebe. Problemkatalog Kultur. Studie zur Erhebung der spezifischen Problemberei-
che österreichischer Kulturbetriebe. Durchgeführt von Mai 2005 bis Juli 2005. Studie erstellt
im Auftrag der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und BegutachtungsgmbH. Quality
Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH, Direktion: Gonzagagasse 1/24
1010 Wien
• (2003) Aktuelle Trends qualitätsbezogener Leistungsmessung in Nonprofit-Organisationen,
Diplomarbeit, Wien.
5
6. 14.00 Uhr Referat Öffnet das Tor! – Untersuchung der Einflüsse externer und interner Gruppen
auf Entscheidungen in Kulturinstitutionen mithilfe des Garbage Can Models
Entscheidungen, egal ob bewusst oder unbewusst, bilden die Grundlage
organisationalen Handelns. Dies gilt für Kulturbetriebe ebenso wie für jedes
andere Unternehmen, wurde jedoch bisher in der Forschung zum Kultur-
management wenig berücksichtigt. Der Vortrag liefert einen beispielhaften
Ansatz zur Untersuchung des Themas, indem es speziell die Entscheidungs-
findung zur Spielplangestaltung am Theater betrachtet. Auf Grundlage der
neoinstitutionalistischen Organisationstheorie, des Entscheidungs-Modells
von Cohen, March und Olsen sowie der Organisationskonfigurationen nach
Henry Mintzberg wird ein Modell der Entscheidungsfindung für die Spiel-
plangestaltung am Theater entwickelt. Anhand einer empirischen Studie an
vier deutschen Theatern wird das Modell überprüft und insbesondere auf
die Rolle des Intendanten eingegangen und die Notwendigkeit der Interakti-
on mit dem Publikum als wichtigster Zielgruppe der Theater diskutiert.
Dr. Friederike von Cossel
Leiterin des Referats Veranstaltungen und Programm-
assistenz der Abteilung Förderung und Netzwerk der
Alexander von Humboldt Stiftung Bonn
Forschungsschwerpunkte Kulturmanagement, Entscheidungsfindung
Publikationen • (2011): Entscheidungsfindung im Kulturbetrieb am Beispiel der Spielplangestaltung im
Theater (Empirische Personal- und Organisationsforschung ; 49). Mering, Schwab : Hampp.
• (2010): Mintzberg im Theater: die Auswirkung unterschiedlicher Organisationskonfigurati-
onen im Theater auf die Spielplangestaltung und die Interaktion mit der Umwelt. In: Fachver-
bandes für Kulturmanagement (Hrsg.): Jahrbuch für Kulturmanagement 2010 (S. 219-245).
Bielefeld : Transcript.
14.30 Uhr Referat Verständnisperspektiven auf Kulturmanager –„Pivot Player“ zwischen
Künstlerisch-kreativem und Kaufmännischem
Der Vortrag wirft ein Schlaglicht auf die Rolle von Kulturmanagern in Kultu-
rorganisationen im Allgemeinen und in Veränderungsprozessen im Spezi-
ellen. Nach einer Differenzierung verschiedener Verständnisperspektiven
werden Kulturmanager als „Pivot Player“ vorgestellt, d.h. als zentrale Dreh-
punktspieler, deren Beiträge maßgeblichen Einfluss auf erfolgreiche Verän-
derungen zeitigen. Aus einer theoretischen Perspektive der „Communicative
Constitution of Organizations“ werden sodann Konsequenzen für die Praxis
der Organisationsentwicklung vorgeschlagen.
Christopher Buschow, M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am In-
stitut für Journalistik (IJK) und Kommu-
nikationsforschung der Hochschule für
Musik, Theater und Medien Hannover
Forschungsschwerpunkte Organisationsforschung in Medien- und Kulturorganisationen, Public Affairs
und Lobbying, Medien- und Kulturmanagement
Publikationen • (2012): Strategische Institutionalisierung durch Medienorganisationen. Der Fall des Leis-
tungsschutzrechtes. Köln: Herbert von Halem Verlag.
6
7. • (2012, mit Carsten Winter): Der Kulturmanager als Change Manager – Qualifikationsanfor-
derungen in turbulenten Zeiten. In: Gesa Birnkraut & Karin Wolf (Hrsg.): Kulturmanagement
konkret 2011. Interdisziplinäre Positionen und Perspektiven/An Anatomy of Arts Manage-
ment. Interdisciplinary Positions and Perspectives (Band 5, S. 11-33). Hamburg: Institut für
Kulturkonzepte.
• (2011, mit Catherina Dürrenberg & Carsten Winter): Change Management in Tageszeitungs-
redaktionen. In: Jens Wolling, Andreas Will & Christina Schumann (Hrsg.): Medieninnovatio-
nen. Wie Medienentwicklungen die Kommunikation in der Gesellschaft verändern (Schriften-
reihe der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Band 38,
S. 195-210). Konstanz: UVK.
• (2011, mit Carsten Winter): (2011). Veränderungen und Tendenzen im Personalmarkt für
Kulturmanager. Ergebnisse einer Analyse des Stellenmarktes von Kulturmanagement Net-
work. Kulturpolitische Mitteilungen (KuMi), 34 (132), 67-69.
• (2010, mit Carsten Winter): Arbeitsmarkt für Kulturmanager in Deutschland. Analyse der
Qualifikationsanforderungen unter besonderer Berücksichtigung der Berufsfelder Musik und
Medien. Das Orchester – Magazin für Musiker und Management, 57 (11), 32-35.
15.00 - 15.30 Uhr - Kaffeepause
15.30 - 17.00 Uhr Roundtable: Kulturorganisation intelligenter, inkludierender
und nachhaltiger machen!
Welche Befürchtungen und Hoffnungen gibt es bezüglich der Entwicklung
von Kulturorganisationen? Welche konkreten Beispiele gibt es für positive
Entwicklungen? Wo braucht es spezielle Theorien und Methoden, um so-
wohl positive wie negative Entwicklungen wissenschaftlich beobachten und
beschreiben zu können?
Moderation Christopher Buschow & Carsten Winter
Zum Roundtable sind Beiträge aller Workshop-TeilnehmerInnen erwünscht!
17.00 Uhr - Ende des Workshops
Veranstalter
Hochschule für Musik, Theater und Medien
Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK)
Expo Plaza 12
D-30539 Hannover
www.ijk.hmtm-hannover.de
Mit freundlicher Unterstützung von
Die Mediengesellschaft
Niedersachsen/Bremen mbH
7