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Titel: "Mängelverwaltung" und kein Cent mehr Budget

Utl.: TU-Forscher legen Probleme im Uni-Betrieb offen

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Lehrenden und ForscherInnen an der TU öffentlich zu diskutieren. Nächste Woche sollen diese
Gespräche zwischen Studierende...
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TU Wien: Lehrende legen Probleme im Uni-Betrieb offen

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Aussendung der Arbeitsgruppe "Solidarität Lehre und Forschung" des besetzten Hörsaal 1 an der TU Wien

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TU Wien: Lehrende legen Probleme im Uni-Betrieb offen

  1. 1. Titel: "Mängelverwaltung" und kein Cent mehr Budget Utl.: TU-Forscher legen Probleme im Uni-Betrieb offen Donnerstag Nachmittag schilderten Lehrende und Forscher der TU Wien in Vorträgen und Diskussionen ihre Arbeitsbedingungen vor den Studierenden im voll besetztem Hörsaal 1 (Aufzeichnungen davon siehe unten). Dabei zeigten die Vertreter des universitären "Mittelbaus" und auch Professoren gravierende Probleme auf. Die Solidarität zwischen den Studierenden und dem Lehr- und Forschungspersonal der TU war der Grund für die Veranstaltung und zeigte sich auch in den Diskussionen. Auch in der kommenden Woche sind Diskussionen mit dem wissenschaftlichen Personal der TU geplant. Als "Mängelverwaltung" beschrieb Architektur-Dozent Manfred Berthold die Situation in seinem Arbeitsbereich: Drei ProfessorInnen hätten neben der eigenen Lehre auch noch die von 30 extern beauftragten Lehrenden zu administrieren. Die Frage nach Zeit für Forschung entlockt den drei Architekten am Podium ein resigniertes Lächeln, Forschung würde praktisch nicht betrieben. Kurt Matyas, Studiendekan der Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften, schloss sich unter anderem der Forderung der Studierenden nach fairer, auf den Arbeitsaufwand bezogener Aufteilung der ECTS-Punkte auf Lehrveranstaltungen an, das sei auch ein europaweites Problem. Die Studierenden kritisieren, die ECTS-Punkte würden großteils willkürlich so gewählt, dass es sich mit der gesetzlich vorgegebenen Gesamtzahl für ein Studium ausginge. Bezogen auf die Situation der vielen Maschinenbau-StudienanfängerInnen, meinte sein Fakultätskollege, Dekan Bruno Grösel, der unter den Studierenden im Hörsaal saß, es gäbe "keine Möglichkeit für vernünftige Lehre". Diese hätten schlicht keinen Platz mehr in den Hörsälen und zu deren Betreuung gibt es zu wenig Assistenten. Obwohl erwiesen sei, dass jeder und jede einzelne Maschinenbau-AbsolventIn gebraucht würde, gäbe es keinen Cent mehr Budget. Zwtl.: Kein Geld für angemessene Bezahlung des Uni-Personals Als er sein Studium Ende der 1980er begann hätte die gesamte Fakultät für Chemie für einen Neubau eines ihrer Gebäude gestreikt, erzählte Universitätsassistent der Elektrotechnik und Betriebsratsmitglied Heinz Wanzenböck. Er beklagte unter anderem die Beschäftigungsverhältnisse des wissenschaftlichen Personals, welches offiziell aus finanziellen Gründen oft nur für 30- Stunden-Wochen angestellt werden könne, aber tatsächlich bis zu 60 Stunden Arbeitsleistung erbringe. Der neue Kollektivvertrag hätte da nur nominelle Verbesserungen gebracht, weil beispielsweise auch dem Wissenschaftsfonds FWF kein weiteres Geld für die angemesse Bezahlung seiner ProjektmitarbeiterInnen zur Verfügung gestellt wird. Solange die Universität von öffentlichen Mitteln finanziert würde, müsste ihr Angebot an Lehre und Forschung auch frei zugänglich sein, meinte Informatik-Dozent Peter Purgathofer. In seinem Arbeitsbereich beispielsweise würden alle mit öffentlichen Mitteln finanzierte Forschungsergebnisse als Open Source zugänglich gemacht. Vor prall gefülltem Hörsaal sprach Purgathofer über den Streik der Informatik im Jahr 1985. Professoren hätten damals Vorlesungen spontan im Freien, in der Karlsplatzpassage und in leerstehenden Gebäuden abgehalten um auf gravierende Platzprobleme aufmerksam zu machen. Purgathofer gab auch Einblick in seine Utopie von einer Uni, die stolz ihren Studiernden Freiräume zur Verfügung stellt, so groß wie der 400 Sitze umfassende, besetzte Hörsaal 1. Dekane drei verschiedener Fakultäten und einige Lehrende der TU haben gestern den ersten Schritt gemacht die vielen von der österreichsichen Wissenschaftspolitik verursachten Probleme der
  2. 2. Lehrenden und ForscherInnen an der TU öffentlich zu diskutieren. Nächste Woche sollen diese Gespräche zwischen Studierenden und Lehrenden weitergehen - Wir protestieren gemeinsam für ein besseres Bildungssystem! Aufzeichungen der Diskussionen mit Peter Purgathofer und Heinz Wanzenböck sind unter folger Adresse zu finden: http://www.ustream.tv/channel/tu-brennt Purgathofer unter: "TU brennt! 10/29/09 09:13 AM" Wanzenböck unter: "TU brennt! 10/29/09 10:25 AM" Rückfragehinweis: Rupert Hampl 0650 400 81 77

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