LONDON

M
It`s springtime, so spring for a Gin!
Or
When you have a lime, crab a Tequila!
Diese beiden Sprüche fand ich auf einer Postkarte im V&A Museum Shop
London is hot – no matter where you go in London, it is inspiring, lively,
fun and young!
Bei meinen abendlichen sightseeing - Spaziergängen in London ist mir
aufgefallen, dass die Engländer richtig gern ihr After Work Beer trinken.
Die Pubs sind zu klein, so dass die Männer und Frauen mit dem „pint“ in
der Hand auf der Straße stehen und laut gestikulieren was das Zeug hält.
Ganz in der Nähe von Charington Cross beobachtete ich dieses abendliche
Treiben als ich auf meinem Weg über „Strand“ zum Hotel „ME“ von der
Melia-Hotelgruppe wollte. Dieses vor kurzer Zeit eröffnete Hotel wurde
von dem berühmten Architekten Sir Norman Foster entworfen. Das
Gebäude wurde komplett erneuert . Früher zu Zeiten des 2. Weltkriegs
war es das Broadcasting House, von dort wurden Nachrichten etc.
übermittelt. Aufgrund der vielen Antennen hatte es bereits damals eine
Dachterrasse. Und heute ist dieser „rooftop“ ein lebhafter Spot zum Chill-
out und heißt – wie könnte es anders sein - „RADIO“. Das Hotel sieht von
außen einfach aus, auffällig ist nur die spitze Ecke am Gebäude. Wenn
man die Lobby betritt ist erst einmal alles dunkel, schwarzer Granit, viel
Chrom und wenig Licht. Das geht so weiter, die Rezeption im 2. Stock ist
umwerfend: WOW! der Raum ist wie eine offene spitze Pyramide,
mindestens 10 Meter hoch, die Rezeptionisten erkennt man kaum, weil
der schwarze polierte Granit die Personen schwer erkennen lässt. . Die
Möbel sind riesige weiße Lounge Design Sofas. Um zum „rooftop“ zu
gelangen fährt man in den 8. Stock – im Lift ist übrigens auch alles
dunkel. Beim Ausstieg aus dem Lift kommt mir schon laute Bum-Bum-
Musik entgegen und ein ohrenbetäubender Lärm der vielen schnatternden
Gäste…
Coole Atmosphäre….draußen auf der Terrasse sind gemütlich Lounge
Sofas, die Pergolen sind mit elektrischen Heizstrahler ausgerüstet, so dass
man in die kuscheligen Sofas sinkt und sich sofort einen Dom Perignon
oder Moet & Chandon zwischen 1000 GBP oder mehr gönnt – pro Flasche.
Was kostet die Welt!
Ich nuckele an meinen Apérol Spritz und komme aus dem Staunen nicht
mehr heraus…everybody here seems to be a VIP… Man muss wissen, dass
die Firmen in London ihre Mitarbeiter dazu anhalten mindestens einmal in
der Woche sich auf ein „pint“ zu treffen. Das fördert die Kommunikation
und die Zusammen- arbeit. Ich kam mir ziemlich unbeobachtet vor und
verließ dann auch bald das Etablissement.
Am nächsten Tag wartete ich auf eine Verabredung und ging zu unserem
Treffpunkt im Café des „MO –Mandarin Orientel Hotel in Knightsbridge,
genau gegenüber dem phantastischen Kaufhaus „Harvey Nichols“. Weg
vom Straßenlärm und den geschäftigen Passanten….eine Tasse Tee bitte,
„Earl Grey“ und einen kleinen Ginger Biscuit dazu! Die ruhige, elegante
Atmosphäre und das aufmerksame Personal waren eine Wohltat!
Allerdings gibt es in dem MO auch eine Bar, die nach Feierabend „packed „ ist,
unglaublich, wer sich dort alles zum „pint“ trifft!
Meine chinesische Freundin Winnie war vor Jahren dort „Director of Rooms“ und
erzählte mir einmal, dass öfters auch Luciano Pavarotti dort zu Gast war. Er
brauchte immer 2 Suiten, weil er sich für seinen Aufenthalt eine eigene Küche
einbauen ließ, die Spaghetti importierte er aus Italien für seinen Aufenthalt sowie
auch seinen eigenen Koch. Leider konnte Pavarotti den Lift nicht benutzen,
Höchsttraglast waren 120 Kilo. So musste Winnie ihn in den 3. Stock über die
breiten Treppen geleiten, seine Hand immer auf ihrer Schulter und so schnaufte
man sich hoch!
Es ist ein elegantes Hotel, ich durfte dort auch schon übernachten, schlafen in
reinem irischen Leinen und ein schöner Blick auf den Hyde Park!
Was ich noch zu Harvey Nichols sagen möchte, ich fühle mich dort einfach wohler
als im „Harrods“. Die Darstellung auf den verschiedenen Etagen ist einfach viel
moderner, witziger und überschaubarer. Außerdem kaufen dort nicht so
übermäßig viele Touristen ein. Im 5. Stock befindet sich ein kleines Restaurant
und ein „foodie“ Store mit herrlichen Dingen, die zum Kaufen verführen. Man
kann Harvey Nichols mit „Le Bon Marché“ in der rue Bac in St. Germain, Paris
vergleichen.
My home is my castle….
Am nächsten Tag lief ich noch ein wenig durch die Parallel-Straßen von
Knightsbridge und entdeckte schöne Haustüren. Die Engländer verstehen es
wirklich ihre Haustüren grandios aussehen zu lesen. Die Messing.Knöpfe glänzen
und werden wohl jeden Tag gewienert. Entzückende kleine Parkanlagen, ich habe
in einem Buch von Bill Bryson gelesen, daß es insgesamt 142 Parks in London
gibt. 40 % von London sind grün! Leider verlief ich mich auch, denn die Straße
machte einen Bogen und plötzlich stand ich vor dem „Chelsea Football Club“ – da
wollte ich nun ja gar nicht hin. Ein freundlicher Herr half mir, indem er mir sagte,
dass ich mit dem Bus No. 414 wieder zurück nach Knightsbridge komme.
Aber der Umweg war auch spannend, denn so entdeckte, ich einen Laden, der
nur Türbeschläge verkauft, und die sind ja besonders in England. Die Tür des
Ladens hatte eine lange Messingstange – innen und außen – und oben auf einer
kleinen Plattform der Stange thronte ein Löwe mit riesiger Mähne und unten an
der Stange versuchte ein anderer Löwe zu dem „König“ oben an der Stange
hochzukommen. Das war putzig und ich fühlte mich angesprochen, da ich ja
„Leo“ heiße. Diese Beschläge werden alle in England hergestellt und man würde
auch in alle Welt versenden.
Ich war sehr hingerissen und da ich ja bald mal eine neue Haustür benötige,
werde ich wohl darauf zurückkommen. Ja, und wenn man alles hat, dann kann
man sich als Gag auch mal farbiges Toilettenpapier leisten: in den Farben
anthrazit, orange, „apple green“ und beige erhältlich . Vier Rollen farblich sortiert
zu GBP 36,--.

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  • 1. It`s springtime, so spring for a Gin! Or When you have a lime, crab a Tequila! Diese beiden Sprüche fand ich auf einer Postkarte im V&A Museum Shop London is hot – no matter where you go in London, it is inspiring, lively, fun and young! Bei meinen abendlichen sightseeing - Spaziergängen in London ist mir aufgefallen, dass die Engländer richtig gern ihr After Work Beer trinken. Die Pubs sind zu klein, so dass die Männer und Frauen mit dem „pint“ in der Hand auf der Straße stehen und laut gestikulieren was das Zeug hält. Ganz in der Nähe von Charington Cross beobachtete ich dieses abendliche Treiben als ich auf meinem Weg über „Strand“ zum Hotel „ME“ von der Melia-Hotelgruppe wollte. Dieses vor kurzer Zeit eröffnete Hotel wurde von dem berühmten Architekten Sir Norman Foster entworfen. Das Gebäude wurde komplett erneuert . Früher zu Zeiten des 2. Weltkriegs war es das Broadcasting House, von dort wurden Nachrichten etc. übermittelt. Aufgrund der vielen Antennen hatte es bereits damals eine Dachterrasse. Und heute ist dieser „rooftop“ ein lebhafter Spot zum Chill- out und heißt – wie könnte es anders sein - „RADIO“. Das Hotel sieht von außen einfach aus, auffällig ist nur die spitze Ecke am Gebäude. Wenn man die Lobby betritt ist erst einmal alles dunkel, schwarzer Granit, viel Chrom und wenig Licht. Das geht so weiter, die Rezeption im 2. Stock ist umwerfend: WOW! der Raum ist wie eine offene spitze Pyramide, mindestens 10 Meter hoch, die Rezeptionisten erkennt man kaum, weil der schwarze polierte Granit die Personen schwer erkennen lässt. . Die Möbel sind riesige weiße Lounge Design Sofas. Um zum „rooftop“ zu gelangen fährt man in den 8. Stock – im Lift ist übrigens auch alles dunkel. Beim Ausstieg aus dem Lift kommt mir schon laute Bum-Bum- Musik entgegen und ein ohrenbetäubender Lärm der vielen schnatternden Gäste… Coole Atmosphäre….draußen auf der Terrasse sind gemütlich Lounge Sofas, die Pergolen sind mit elektrischen Heizstrahler ausgerüstet, so dass man in die kuscheligen Sofas sinkt und sich sofort einen Dom Perignon oder Moet & Chandon zwischen 1000 GBP oder mehr gönnt – pro Flasche. Was kostet die Welt! Ich nuckele an meinen Apérol Spritz und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus…everybody here seems to be a VIP… Man muss wissen, dass die Firmen in London ihre Mitarbeiter dazu anhalten mindestens einmal in der Woche sich auf ein „pint“ zu treffen. Das fördert die Kommunikation und die Zusammen- arbeit. Ich kam mir ziemlich unbeobachtet vor und verließ dann auch bald das Etablissement. Am nächsten Tag wartete ich auf eine Verabredung und ging zu unserem Treffpunkt im Café des „MO –Mandarin Orientel Hotel in Knightsbridge,
  • 2. genau gegenüber dem phantastischen Kaufhaus „Harvey Nichols“. Weg vom Straßenlärm und den geschäftigen Passanten….eine Tasse Tee bitte, „Earl Grey“ und einen kleinen Ginger Biscuit dazu! Die ruhige, elegante Atmosphäre und das aufmerksame Personal waren eine Wohltat! Allerdings gibt es in dem MO auch eine Bar, die nach Feierabend „packed „ ist, unglaublich, wer sich dort alles zum „pint“ trifft! Meine chinesische Freundin Winnie war vor Jahren dort „Director of Rooms“ und erzählte mir einmal, dass öfters auch Luciano Pavarotti dort zu Gast war. Er brauchte immer 2 Suiten, weil er sich für seinen Aufenthalt eine eigene Küche einbauen ließ, die Spaghetti importierte er aus Italien für seinen Aufenthalt sowie auch seinen eigenen Koch. Leider konnte Pavarotti den Lift nicht benutzen, Höchsttraglast waren 120 Kilo. So musste Winnie ihn in den 3. Stock über die breiten Treppen geleiten, seine Hand immer auf ihrer Schulter und so schnaufte man sich hoch! Es ist ein elegantes Hotel, ich durfte dort auch schon übernachten, schlafen in reinem irischen Leinen und ein schöner Blick auf den Hyde Park! Was ich noch zu Harvey Nichols sagen möchte, ich fühle mich dort einfach wohler als im „Harrods“. Die Darstellung auf den verschiedenen Etagen ist einfach viel moderner, witziger und überschaubarer. Außerdem kaufen dort nicht so übermäßig viele Touristen ein. Im 5. Stock befindet sich ein kleines Restaurant und ein „foodie“ Store mit herrlichen Dingen, die zum Kaufen verführen. Man kann Harvey Nichols mit „Le Bon Marché“ in der rue Bac in St. Germain, Paris vergleichen. My home is my castle…. Am nächsten Tag lief ich noch ein wenig durch die Parallel-Straßen von Knightsbridge und entdeckte schöne Haustüren. Die Engländer verstehen es wirklich ihre Haustüren grandios aussehen zu lesen. Die Messing.Knöpfe glänzen und werden wohl jeden Tag gewienert. Entzückende kleine Parkanlagen, ich habe in einem Buch von Bill Bryson gelesen, daß es insgesamt 142 Parks in London gibt. 40 % von London sind grün! Leider verlief ich mich auch, denn die Straße machte einen Bogen und plötzlich stand ich vor dem „Chelsea Football Club“ – da wollte ich nun ja gar nicht hin. Ein freundlicher Herr half mir, indem er mir sagte, dass ich mit dem Bus No. 414 wieder zurück nach Knightsbridge komme. Aber der Umweg war auch spannend, denn so entdeckte, ich einen Laden, der nur Türbeschläge verkauft, und die sind ja besonders in England. Die Tür des Ladens hatte eine lange Messingstange – innen und außen – und oben auf einer kleinen Plattform der Stange thronte ein Löwe mit riesiger Mähne und unten an der Stange versuchte ein anderer Löwe zu dem „König“ oben an der Stange hochzukommen. Das war putzig und ich fühlte mich angesprochen, da ich ja „Leo“ heiße. Diese Beschläge werden alle in England hergestellt und man würde auch in alle Welt versenden. Ich war sehr hingerissen und da ich ja bald mal eine neue Haustür benötige, werde ich wohl darauf zurückkommen. Ja, und wenn man alles hat, dann kann man sich als Gag auch mal farbiges Toilettenpapier leisten: in den Farben
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